Konzert in der Szene-Baumberg in Monheim mit Wesentlich am 06.03.2010

Nach einer fast zweimonatigen Live-Pause macht sich das Kribbeln in unseren Fingern doch schon wieder deutlich bemerkbar. Und so freuten wir uns, dass es endlich wieder auf die Bühne ging. Ort des Geschehens war diesmal die Szene in Monheim....ääääh....Baumberg!!! (Wir wollen ja nicht wieder Beschwerdemails im Gästebuch lesen müssen ;-) ) Die Kneipe war freundlicherweise eingesprungen, nachdem uns der ursprünglich geplante Club in Solingen den Termin vor einigen Wochen wieder entzogen hatte. Der dortige Wirt war davon ausgegangen, dass das Konzert nicht publikumsträchtig genug sei......na ja, man kann ja niemanden zu seinem Glück zwingen....  

Nachmittags trafen wir uns wie immer am Proberaum um unsere Instrumente und die PA in drei Autos zu verpacken. Gut gelaunt machten wir uns auf den kurzen Weg nach BAUMBERG. Unterwegs legten wir noch einen kleinen Zwischenstopp bei unserem amerikanischen Lieblings-Caterer ein. Dieser wäre jedoch völlig unnötig gewesen, da uns abends noch ein wunderbares Essen erwartete. Doch dazu später mehr. Pünktlich gegen 16 Uhr (oder zumindest kurz danach) trafen wir in der Szene ein, wo wir schon von der Band Wesentlich und ihrem Manager Dirk empfangen wurden. Im großzügigen Backstageraum waren auch schon reichlich Getränke für uns bereitgestellt worden. Unter anderem auch ein Fass mit einer Bier-Ersatzflüssigkeit aus einem Düsseldorfer Vorort. Das war aber nicht weiter tragisch, denn bis auf Ville mussten alle fahren. Und unser Schlagzeuger mochte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder mit der Aufnahme von Alkohol beschäftigen, da er bis in den frühen Morgen seine karaokebedingt drohenden Halsschmerzen erfolgreich mit diversen Flüssigmedikamenten bekämpft hatte.

Gemeinsam mit den Damen und Herren von Wesentlich und Daniel Gardenier, dem dritten Künstler des Abends, bauten wir die Anlage und die Instrumente auf. Kurz danach begannen Wesentlich mit ihrem Soundcheck, der schon Lust auf mehr machte. Anschließend durften wir unsere Einstellungen für den Abend vornehmen. Das klappte auch ganz hervorragend, so dass wir uns mit einem guten Gefühl zum Essen einfinden konnten. Dirk hatte vorzügliche Schnitzel mit Beilage und Salat organisiert. Ein Essen, das keine Wünsche übrig ließ. Auch wenn es unter dem Licht der Energiesparlampen der Kneipe eine abenteuerliche Farbe zu haben schien. Aber graue Schnitzel und blauer Salat müssen ja nicht zwangsläufig schlecht sein.... Wie gesagt, das Essen war prima! Die Szene hatte sich in der Zwischenzeit schon sehr gut gefüllt und wir entdeckten immer mehr bekannte Gesichter. Die Wartezeit bis zum Konzert vertrieben wir uns damit, unseren kleinen Verkaufsstand einzurichten. Dieser wurde wieder einmal erstklassig von Merch-Maus Tamara betreut. Unser Neu-Praktikant Kevin alias "The Stiefel" verteilte währenddessen unsere Flyer in der Kneipe und tat zwischendurch das, was er am besten kann: einfach verdammt gut aussehen! Nachdem sich die beiden Borussias im Abendspiel der Fußball-Bundesliga auf ein leistungsgerechtes 3-0 für die richtige Borussia (sorry Harald!!!) geeinigt hatten, konnte das Konzert losgehen.

Daniel Gardenier sagte uns an, und nach einer kurzen gemeinsamen Beschwörung betraten wir die Bühne. Vom ersten Takt an wurden wir wieder fantastisch vom zahlreichen Publikum unterstützt. Besonders erwähnen müssen wir hier mal wieder Jessi und Irena, die man sicher auch bis MONHEIM hören konnte (auch wenn das vermutlich seeeeeehr weit weg ist), und Harald, der uns eine Chance gab, obwohl er nach eigener Aussage mit Unplugged-Konzerten nicht viel anfangen kann. Aber seinem Gesicht konnte man ansehen, dass er durchaus Gefallen an unseren Neu-Interpretationen hatte. Und so spielten wir uns eine gute Stunde lang durch unser Unplugged-Programm. Dabei kam auch erstmals eine Cover-Nummer der Ärzte zum Einsatz, die vom Publikum begeistert mitgesungen wurde. Nach einer lautstark geforderten Zugabe machten wir auf der Bühne Platz für Wesentlich.

Saskia und ihre Band hatten das Publikum vom ersten Song an fest im Griff. Dies war an diesem Abend sicher nicht leicht, denn die Sängerin kämpfte das gesamte Konzert über mit Schmerzen und fuhr nach dem Auftritt sogar ins Krankenhaus. An dieser Stelle noch mal ein Lob für das Durchhaltevermögen und gute Besserung! Eine Zugabe wären Wesentlich ihrem Publikum fast schuldig geblieben, denn an Christians Gitarre war eine Saite gerissen. Allerdings konnte Christian da aushelfen und lieh Christian kurzerhand seine Gitarre für den letzten Song. Das war natürlich prima, denn so konnte Christian auf Christians Gitarre weiterspielen, während Christian vor der Bühne stand und zusah, wie Christian auf seiner Gitarre spielte. Und Christian spielte auf Christians Gitarre, als wäre es Christians eigene Gitarre, und nicht die von Christian an Christian verliehene Gitarre... Toll, oder?

Nach dem Ende dieses tollen Auftrittes fanden sich beide Bands an ihren Verkaufsständen ein, um CDs und Autogrammkarten zu signieren. Dabei leistete Ville ein kurzes Praktikum am Wesentlich-Verkaufsstand ab und versuchte (leider vergeblich) einige Käufer der Wesentlich-CD auch zum NAHTlos-Stand zu locken. Währenddessen begann Daniel Gardenier unterstützt von einem Gitarristen und einem Percussionisten mit seinen Coversongs. Leider mussten die drei mit stärker werdenden technischen Problemen kämpfen, so dass das Konzert nicht die verdiente Akustik hatte. Dennoch begeisterten sie das Publikum mit einer tollen Stimme und schönem Akustik-Rock!

Und dann hieß es auch schon wieder Abbauen und Einpacken. Nachdem wir alles in den Autos verstaut hatten, verabschiedeten wir uns von Wesentlich. Allerdings nicht für lange, denn schon im April sehen wir uns ja unplugged wieder.... Unser Dank gilt Wesentlich und Daniel Gardenier für das tolle Konzert, Dirk für eine erstklassige Organisation, dem Szene-Team für die gute Betreuung und natürlich dem sensationellen Publikum für die geile Stimmung! Ganz besonders möchten sich Christian und Ville bei "The Stiefel" und seiner Freundin bedanken, die ihnen die Rückfahrt wie eine Weltreise vorkommen ließen....




 

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