Konzert im Platz 16 in Wipperfürth am 04.09.2010

Nach fast drei Monaten, in denen wir musikalisch gesehen auf der faulen Haut gelegen hatten, war es höchste Zeit für das nächste Konzert! Auf dem Kalender stand eine gemütliche Klassenfahrt nach Wipperfürth. Bereits am frühen Nachmittag trafen wir uns am Proberaum, um unser gesamtes Hab und Gut in die benötigte Anzahl von Autos zu verladen. Dank unserer auch im Sommer nicht verlernten Verschachtelungskünste kamen wir mit "nur" drei PKW aus. Und so machten wir uns auf den ca. 65 Kilometer langen Weg ins Bergische Land. Wir nahmen allerdings noch diverse Umwege in Kauf, um uns mit ausgeliehenem Equipment, einem fehlenden Netzteil sowie reichlich Reiseproviant einzudecken. Und dann ging es auch schon richtig los...

Nach wenigen Kilometern kam unsere Kolonne erstmals ins Stocken, als wir uns mit den Folgen einer Autobahnsperrung herumschlugen. Das nächste Hindernis stellte eine baustellenbedingt um mehrere hundert Meter nach vorne verlegte Ausfahrt dar, die vom Navigationsgerät nicht erkannt wurde. Leider konnten wir diese Ausfahrt dann nicht mehr nehmen, da wir zu diesem Zeitpunkt auf dem Abgetrennten Mittelstreifen fuhren..... Und nachdem wir die Autobahn dann doch noch erfolgreich verlassen hatten, machte uns die Vollsperrung einer vom Navi vorgeschlagenen Landstrasse zu schaffen. Der Umweg schien so gravierend zu sein, dass das Navi uns in den nächsten knapp 10 Minuten wiederholt zum Wenden aufforderte, anstatt eine neue Route zu berechnen. Doch wir ärgerten uns nicht etwa, sondern erfreuten uns viel mehr an der Möglichkeit, unser schönes Bundesland einmal mehr etwas genauer kennenlernen zu dürfen! So kamen wir etwa an Halver vorbei, dem früheren Wohnort einer uns gut bekannten Sängerin mit inzwischen sehr hohem Bekanntheitsgrad. Kurz danach passierten wir den Ort Hämmern (übrigens Partnerstadt von Sägen, Feilen uns Meisseln). Eine wirklich sehr unterhaltsame Reise!

Gegen 18 Uhr, und somit nur ca. zwei Stunden später als geplant, erreichten wir den Marktplatz von Wipperfürth, an dem unser heutiger Auftrittsort lag. Vor Ort erwartete uns schon unser Manager-Azubi Harald. Mit seiner Hilfe räumten wir blitzschnell die Autos aus und parkten diese auf dem Marktplatz. Trotz langer Sommerpause verlief der Aufbau zügig und routiniert, so dass wir schnell mit dem Soundcheck beginnen konnten. Dieser lief ebenfalls problemlos ab, und Matthias, der heute in Doppelfunktion als Musiker und Mischer eingesetzt wurde, zauberte uns einen Monitorsound, wie er traumhafter nicht hätte sein können. Inzwischen war auch Tschantalle-Fan Michael mit seiner Tochter Danni (ihres Zeichens Kicktipp-Vollprofi) eingetroffen. Nach der einen oder anderen lautstärkebezogenen Ermahnung durch den Chef des "Platz 16" beendeten wir den Soundcheck, um uns mit den kulinarischen Gegebenheiten von Wipperfürth vertraut zu machen.

Schnell fanden wir den uns vorgeschlagenen orientalischen Speisetempel. Dort lernten wir eine völlig neue Zubereitungsvariante des Döner Kebap kennen. Das Fleisch wurde kalt in das Fladenbrot geschnitten und anschließend mit diesem im Kontaktgrill erwärmt..... Trotz aller Bemühungen bleibt diesem Lokal leider ein Platz in unseren kulinarischen Top-34 verwährt.... Aber immerhin wurden wir Zeugen eines Rekordes: Der angebotene "Kinder-Döner" (Lammdöner...ok, Hähnchendöner....ok, aber Kinderdöner???) war mit Sicherheit der kleinste Döner, der sich auf diesem Planeten dreht. Ein Beweisfoto werden wir probieren nachzureichen. Satt aber unbefriedigt (keine blöden Sprüche, ok!?!) machten wir uns auf den Weg zurück zum Platz 16. Der Laden hatte sich inzwischen recht gut gefüllt, so dass wir uns nach ein paar Getränken in der gemütlichen Rattan-Sitzlandschaft vor dem Lokal und unserer traditionellen Beschwörung auf die Bühne begaben, um Wipperfürth in Grund und Boden zu rocken.

Schon nach dem zweiten Song bemerkten wir das Einfühlungsvermögen des Publikums. Die Zuschauer waren sicherlich davon ausgegangen, dass uns nach der langen Sommerpause die Routine fehlen würde. Daher verzichteten Sie freundlicherweise auf ablenkenden Applaus zwischen den Liedern und ließen uns ungestört unser Set herunter spielen. Leider benahm sich Harald während des kompletten Konzertes mehrfach daneben und applaudierte immer wieder lautstark. Wir möchten uns an dieser Stelle bei der Gemeinde Wipperfürth für die Missachtung der öffentlichen Konzertordnung entschuldigen. Mit Harald werden wir über dieses Verhalten noch reden müssen, da er ja bereits 2009 in Köln negativ durch übermäßigen Geräuschpegel aufgefallen war.... Und so spielten wir uns routiniert durch unser knapp 90minütiges Set. Das Publikum blieb, von dem uns bekannten Störenfried abgesehen, die ganze Zeit über konzentriert und diszipliniert. Wahrlich keine leichte Sache bei dem Lärm, den wir im Hintergrund veranstaltet haben. Und so hielten wir uns dann auch streng an die Vorgaben unseres großen Vorbildes Jimmy Breuer: "Heute leider keine Zugabe".

Im Anschluss an das Konzert besetzte der verhaltensbedingt zu diesem Strafdienst eingeteilte Merch-Mäuserich Harald sofort unseren Verkaufsstand, um die zu erwartende Nachfrage nach unseren CDs schnell abarbeiten zu können. Allerdings waren die Zuschauer von unserer Musik immer noch so verzückt, dass sie nahezu regungslos an ihren Plätzen verharrten. Das nennt man wohl ein klassisches Eigentor, wenn man sein Publikum so sehr begeistert, dass es hinterher nicht einmal mehr in der Lage ist, eine CD zu kaufen.... Wir wollen hier aber ausdrücklich Danni erwähnen, die nicht nur das ganze Konzert über fleißig fotografiert hatte, sondern jetzt auch noch um Autogramme für die frisch erworbene CD bat. Diesen Wunsch erfüllten wir natürlich sehr gerne! Danach machten wir uns dann daran, unsere Instrumente und die PA wieder abzubauen und einzupacken.

Beim Versuch, unser Equipment wieder in die Autos zu verladen, wurden wir zweimal vom Wipperfürther ÖPNV unterbrochen, da wir die einspurige Straße zur Hälfte versperrten. Damit standen wir auch dem Linienbus im Weg, der offenbar exakt zweimal täglich den Markplatz anfährt...gegen 23.30 Uhr und gegen 23.45 Uhr.... Nachdem die Autos erfolgreich beladen waren, verabschiedeten wir uns noch beim sehr freundlichen Team des Platz 16, welches uns die ganze Zeit über bestens betreut hatte, und machten uns auf den Rückweg. Natürlich nicht, ohne die örtliche Niederlassung unseres amerikanischen Lieblings-Caterers anzufahren, um uns für die Rückfahrt zu stärken. Zusammenfassend können wir festhalten, dass dieser Tag für uns alle sehr.......interessant war! Wir bedanken uns beim freundlichen Team vom Platz 16 für die gute Betreuung und bei Danni, Chucky und Harald für ihre moralische Unterstützung!


 

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