Konzert im Parkhaus Meiderich in Duisburg am 25.09.2010 mit Stromaufwärts und Fight your Creation
Zum inzwischen dritten Mal hatten wir
die Ehre, ein Konzert im wunderschönen Parkhaus Meiderich spielen zu dürfen.
Besonders gerne denken wir natürlich an das ausverkaufte Konzert im Vorjahr mit
Luxuslärm zurück, welches uns als äußerst angenehme "Nebenwirkung" zu unserem
Manager-Azubi Harald verholfen hat ;-) Erstmals würde das Konzert aber ohne
unsere Duisburger Dauerbegleiter von The Combination stattfinden, die den Termin
in diesem Jahr leider nicht wahrnehmen konnten. Überhaupt war die
Zusammensetzung des Line-Ups diesmal ein wahres Chaos. Insgesamt 7 (in Worten:
SIEBEN) Bands standen mehr oder weniger lang auf dem Spielplan, mussten jedoch
größtenteils aus diversen Gründen wieder absagen. Hier noch mal GUTE BESSERUNG
an alle Bands, die krankheitsbedingt absagen mussten. Die letzte Band Fight your
Creation hatte sogar erst am Tag vor dem Konzert von Ihrem Glück erfahren und
spontan zugesagt. Doch genug zur Vorgeschichte!
In voller Besetzung trafen wir uns am Proberaum, um das diesmal recht
übersichtliche Equipment zu verladen. Somit waren wir auch vergleichsweise
schnell fertig. Schon um 15.56 Uhr (vereinbarter Treffpunkt in Duisburg: 16.00
Uhr) verließen wir den Parkplatz unseres Proberaums und fuhren mit Vollgas in
Richtung Duisburg-Meiderich. Leider wurden wir schon wenige Minuten später auf
dem Weg zur Autobahn von einer Baustelle ausgebremst. Doch davon lassen sich
echte Musiker natürlich nicht die Laune verderben. Christian und Ville hatten
sogar das Glück, durch die Multimedia-Frontscheibe ihres Autos einen mit
prickelnder Erotik gespickten Kurzfilm zu sehen..... Nach einer erfolgreichen
Anfangsphase auf der Autobahn wurden wir erneut ausgebremst, als wir in
irgendeinem Autobahnkreuz in Duisburg gefühlte 20 Runden fahren mussten, bis wir
die richtige Ausfahrt gefunden hatten. Zwischendurch erfuhren wir von der Band
Stromaufwärts, dass sie sich freundlicherweise schon um ein paar flüssige
Grundnahrungsmittel für den Backstage-Bereich gekümmert hatten. Das löste
natürlich eine gewisse Vorfreude in uns aus, die die restlichen Meter der Fahrt
wie im Fluge vergehen ließen. Und so kamen wir mit nur einer Stunde Verspätung
am Parkhaus Meiderich an, wo wir schon von den beiden anderen Bands erwartet
wurden.
Blitzschnell bauten wir die Instrumente auf, so dass die Band Stromaufwärts mit
dem Soundcheck beginnen konnten. Die Duisburger Musiker hatten am gleichen Abend
noch einen zweiten Auftritt ganz in der Nähe zu absolvieren, so dass sie etwas
unter Zeitdruck standen. Nachdem Stromaufwärts ihren Soundcheck erfolgreich
beendet hatten, durften wir erstmals auf die Bühne, um die nötigen Einstellungen
für den Abend vorzunehmen. Dabei machte sich ein rundum gutes Gefühl in uns
breit, da der Tontechniker uns einen hervorragenden Sound auf die Bühnenmonitore
legte. Zufrieden machten wir für Fight your Creation Platz, damit auch die
dritte Band ihren Sound checken konnte. Wir machten es uns im gemütlichen
Backstageraum gemütlich und vertrieben uns die Zeit damit, die Speisekarte eines
uns bereits aus dem Jahr 2009 bekannten italienischen Lieferdienstes zu
studieren. Einen gastronomischen Vollservice wie zu Luxuslärm-Zeiten konnten wir
leider diesmal nicht erwarten, so dass wir für unsere Verpflegung selbst
aufkommen mussten. Damit dürfte die erste Aufgabe unseres Manager-Azubis auch
schon definiert sein, der zukünftig dafür sorgen wird, dass uns vor jedem
Konzert ein kalt-warmes Buffet zur Verfügung steht..... Nachdem alle Musiker und
Begleiter ihre Auswahl getroffen hatten (Christian griff in Erinnerung an das
vorletzte Konzert in Duisburg sicherheitshalber auf Salat zurück), begann die
Zeit des Wartens...auf Konzertbeginn und Essen. Die Frage war nur, was zuerst
eintreffen würde.... Da unsere besten Konzerte immer in unmittelbarem
Zusammenhang mit einem Kickertisch stehen, vertrieben wir uns die Wartezeit mit
einer Runde Tischfussball. Zum Glück übertrug sich der Zustand des Tisches aber
nicht auf unsere musikalische Leistung am späteren Abend: schwerfällig und
leicht eingerostet. Nachdem dann auch das Essen eingetroffen war, verzogen wir
uns alle wieder in den Backstageraum, um die gelieferten Köstlichkeiten zu uns
zu nehmen. Alle? Nein, nicht alle! Ein ungenannt bleiben wollender Held erwies
sich multitaskingfähig und besetzte einsam und allein die Abendkasse, während er
seine Salat zu sich nahm.
Ganz allmählich trudelten die ersten Gäste des Abends ein. Jetzt übernahm auch
unsere heutige Kassen-Praktikantin und Merch-Maus Mandy Ihren Posten, den sie
auch mit der gebotenen Sorgfalt ausfüllte. Um sie zu testen hatten wir extra
einige angebliche Schwarzseher von einer lokalen Schauspielschule organisiert.
Diese versuchten gekonnt, sich an unserer Kassiererin vorbei zu mogeln. Aber sie
hatten die Rechnung ohne unsere Kassen-Queen gemacht. Freundlich aber bestimmt
beförderte sie die drei Testpersonen zur Kasse und konnte schon nach kurzer
Diskussion den fälligen Eintritt kassieren. Porno und Ville taten währenddessen
so, als wären sie zu feige, die Schwarzseher selbst anzusprechen. Das war
natürlich nur gespielt!!!
Kurz danach begannen Fight your Creation mit ihrem Konzert. Man muss
ehrlicherweise sagen, dass die Band mit ihrem Musikstil schon extrem aus dem
musikalischen Rahmen des Abends fiel. Dennoch lieferten sie eine unterhaltsame
Show ab und sorgten dafür, dass niemand müde werden konnte. Nach einer lauten
und heftigen Dreiviertelstunde beendeten sie das Konzert und machten Platz für
Stromaufwärts. Die Lokalmatadoren hatten inzwischen dafür gesorgt, dass der
Zuschauerraum gut gefüllt war und damit dem Abend eine würdige Kulisse
verschafft. Mit fröhlichen Punksongs und lustigen Texten, die ein wenig an Die
Ärzte erinnerten, sorgten sie für extrem gute Stimmung. Immer wieder schafften
sie es, das Publikum zum lauten Mitsingen zu bewegen. Das einstündige Konzert
verging wie im Flug. Und dann durften wir auch schon auf die Bühne.
Nach unserer berüchtigten Einschwörung legten wir mit unserem Intro los. Leider
hatte sich der Zuschauerraum inzwischen schon etwas geleert. Hinterher erfuhren
wir, dass die meisten Zuschauer mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist waren
und den letzten Bus erreichen mussten. Da werden wir für unser nächstes Konzert
wohl ein Wort mit den Duisburger Verkehrsbetrieben reden müssen, damit uns die
Zuschauer nicht wieder abgezogen werden. Das verbliebene Publikum unterstützte
uns hervorragend und ließ sich von Christian und Porno immer wieder dazu
animieren. laut mitzusingen. Insbesondere das vor drei Jahren in Duisburg
entstandene Lied über TV-Queen "Tschantalle" erhielt einen würdigen Chor aus dem
Publikum. Viel zu schnell verging unsere gute Stunde. Allerdings durften wir dem
Publikum noch eine Zugabe bieten, bevor der Abend endgültig zu Ende ging.
Nach einigen Gesprächen mit den Zuschauern packten wir unser Equipment wieder in
die Autos und machten uns auf den Rückweg. Wir freuen uns aber schon jetzt auf
Duisburg-Meiderich 2011! Wir bedanken uns bei den beiden Bands (besonders bei
Stromaufwärts für die tolle Co-Organisation), beim stets freundlichen
Parkhaus-Team für die freundliche Unterstützung, bei Merch-Mandy für Ihre tolle
Hilfe und natürlich bei einem lautstarken Publikum!