Konzert im Parkhaus Meiderich in Duisburg am 09.05.2009 mit The Combination und Luxuslärm

Ziemlich genau drei Monate nach dem Konzert in Düsseldorf hatten wir noch mal das Vergnügen, mit Luxuslärm spielen zu dürfen. Außerdem waren noch die Jungens von The Combination dabei, die wir ja schon von unserem letzten Konzert in Duisburg kannten. Nachdem wir alles in diverse Autos verladen hatten, machten wir uns auf den Weg nach Meiderich. Dies klappte diesmal auch ganz gut. Das Navi in Marcos Auto war deutlich zuverlässiger als das, welches wir im letzten Jahr benutzt hatten (siehe Bericht vom Vorjahr).

Gegen 16.30 Uhr trafen wir am Parkhaus ein, wo wir von der guten Seele des Hause und Interimscrewchefin Nicki begrüßt wurden, und wo Luxuslärm bereits mit ihrem Soundcheck beschäftigt waren. Wir bauten unser Equipment auf, um auch unseren Soundcheck zügig durchführen zu können. Mit dabei waren diesmal unser Edelpraktikant und Aushilfssaxophonist Sven sowie Jan, der normalerweise bei der uns gut bekannten Band Traffic Light Blue trommelt. Diesmal machte er den Schlagzeugroadie für Ville, der im hohen Alter den vollen Belastungen des Rockstarlebens natürlich nicht mehr ganz gewachsen ist, aber dennoch sympathisch und auf dem Boden geblieben ist. Und so kam es, dass wir zum ersten Mal in der Bandgeschichte mit einem gut gestimmten Schlagzeug auf die Bühne durften, denn auch darum hatte sich Jan gekümmert. Unter Mithilfe von den beiden Roadies von Luxuslärm und einem wieder sensationell arbeitenden Tonmann erarbeiteten wir uns einen Bühnensound, der keine Wünsche offen lies.

Und so konnten wir uns schon kurz danach mit dem wichtigsten Thema eines jeden Konzert-Tages beschäftigen: Der Nahrungsaufnahme. Im Gegensatz zum Vorjahr, als wir uns mit einem mittelmäßigen Pizzadienst herumärgern mussten, wurde diesmal feine Kost von einem Duisburger Partyservice aufgeboten. Es hat schon Vorteile, wenn man mit berühmten Musikern zusammen spielen darf... Gegessen wurde wieder im schönsten Speisesaal unserer Bandgeschichte: auf der großen Wiese hinter dem Parkhaus.

Gut gesättigt zogen wir uns in den Backstagebereich zurück, während die Türen für die Zuschauer geöffnet wurden. Am Eingang gab es außer dem Abreißen der Eintrittskarten nicht viel zu tun, denn das Konzert war seit einiger Zeit restlos ausverkauft. Da kann man mal sehen, was wir im letzten Jahr für einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.... Zwei Fans mit einer Anreise von einigen hundert Kilometern standen zunächst noch ohne Karte vor der Tür. Allerdings drückten die Mitarbeiter des Parkhauses beide Augen zu, so dass auch die beiden in den Genuss des Konzertes kamen. Während sich der Club schnell füllte, unterhielten wir uns sehr nett mit Jan von Luxuslärm, so dass wir fast den Beginn des Konzertes von The Combination verpasst hätten. Die Duisburger Band legte einen richtig guten Auftritt hin, der von den Zuschauern frenetisch gefeiert wurde. So konnten sie die Bühne auch nicht ohne Zugabe verlassen.

Danach wurde es dann auch für uns ernst. Unter tatkräftiger Mithilfe der Luxuslärm-Roadies und von Jan und Sven richteten wir die Bühne für unsere Bedürfnisse ein und zogen uns dann noch kurz für unsere Bandbeschwörung zurück. Dann wurde uns von Luxuslärm-Roadie Michi der Weg auf die Bühne gebahnt, da wir hierfür durch das Publikum gehen mussten. Wir legten mit unserem 45minütigen Set los und waren vom ersten Moment an begeistert. Das Publikum unterstützte uns sensationell. Es wurde fast durchgehend mitgeklatscht, einige Zuschauer sangen unsere Texte mit (Marcos Sohn Robin in der ersten Reihe kannte sogar jeden Text auswendig) und in den ersten Reihen konnten wir sogar ausgefeilte Tanzchoreographien sehen, die Detlev D! Soost vor Neid hätten erblassen lassen. Den einen oder anderen Zuschauer kannten wir noch vom Konzert in Düsseldorf, so dass wir uns richtig heimisch fühlten. Matthias konnte sich überhaupt nicht entscheiden, welchen Bass er vor diesem tollen Publikum spielen wollte, so dass er sich ganze zwei Songs Zeit nahm, diverse Bässe durchzuprobieren. Er wurde dabei tatkräftig von Jan, Roadie David und Tonmann Arndt unterstützt. Irgendwann hatte er dann auch ein Instrument erwischt, dass "Bumm" machte. Und so nahm er dann ab dem vierten Song wieder am allgemeinen Bandgeschehen teil. Die 45 Minuten kamen uns vor wie 4,5 Minuten. Wir hätten vermutlich noch einige Stunden weiterspielen können, wurden aber von einer geheimnisvollen Stimme auf das nahende Ende unseres Konzertes hingewiesen, so dass wir unseren letzten Song anstimmen mussten. Allerdings wurden auch wir nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Erschöpft aber glücklich räumten wir die Bühne, um dem Hauptact des Abends den Platz zu überlassen.

Die Luxuslärmer rockten die Halle danach in Grund und Boden. Bei gefühlten 120 Grad in der Halle bleib kein Auge trocken. Man könnte sagen, dass diese drei Bands eine wirklich NAHTlos zusammenpassende luxuriöse Combination darstellten. Während wir der schweißtreibenden Show von Luxuslärm zusahen, erwies sich unser Neu-Roadie Jan als fürsorglicher Bandbetreuer. Um unsere Lebern für die anstehenden Aufgaben zu schonen, machte er sich selbstlos an die Vernichtung sämtlicher Bierreserven von Duisburg-Meiderich. Dabei nahm er auch vorrübergehende Gleichgewichtsstörungen in Kauf. Somit können wir ihm selbstverständlich auch verzeihen, dass er seinen Job als Roadie danach nicht mehr 100%ig erfüllen konnte...vermutlich wäre er als unser Manager aber deutlich besser aufgehoben!

Nach dem Konzert von Luxuslärm hatten wir noch die Möglichkeit, mit vielen Zuschauern sehr nette Gespräche zu führen, wobei uns jede Menge Lob entgegen gebracht wurde. Auch einige Autogrammwünsche erfüllten wir sehr gerne. Unser CD-Shop war leider diesmal so spärlich besetzt, dass wir schon kurz nach unserem Auftritt die Nachfrage nicht mehr befriedigen konnten. So blieb uns nichts anderes übrig, als Bestellungen aufzunehmen, welche wir nun schnellstmöglich abarbeiten werden. Schweren Herzens packten wir unsere Instrumente ein und verließen den Ort unseres Erfolges. Tief in der Nacht räumten wir dann noch unseren Proberaum ein. Hierbei gewährten wir Jan dann auch seine tariflich zustehende Pause. Selbstverständlich haben wir ihm hierfür nichts von seinem Lohn abgezogen...einem nackten Mann greift man ja auch nicht in die Hose.... Wir bedanken uns bei The Combination, bei Luxuslärm samt Tontechniker und Roadies, bei Nicki und dem Team vom Parkhaus und ganz besonders bei diesem geilen Publikum. DANKE, DANKE, DANKE!!!
 

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