Konzert beim Muchstock-Bandcontest in Much am 04.04.2008 mit Fell Asleep und Starlettes
"Auf dem Weg hierhin haben wir jeden
Moment damit gerechnet, dass uns Trolle über den Weg laufen". So zutreffend
formulierte ein Begleiter der Band Starlettes, die genau wie wir den
abenteuerlichen Weg nach Much auf sich genommen hatten, die Anreise. Aber fangen
wir mal vorne an:
Früh genug (wie wir dachten) trafen wir uns am Proberaum um die erforderlichen
Utensilien einzupacken, die wir in der Vorrunde des Muchstock-Bandcontests
benötigen würden. Und dann ging es auch schon los. Die 70 Kilometer bis zum
Zielort sollten ja eigentlich schnell zu schaffen sein......wenn es nicht ein
Freitagnachmittag gewesen wäre und das Ziel nicht irgendwo hinter Köln gelegen
hätte. Im Großraum Leverkusen hatten wir die grandiose Idee, dem drohenden 6
Kilometer langen Stau aus dem Weg zu fahren, indem wir die Autobahn verlassen
und über die Dörfer weiterfahren wollten. Nachdem wir dann eine knappe Stunde
durch diverse Leverkusener und Kölner Vororte geirrt waren, fuhren wir exakt
zwei Autobahnauffahrten weiter wieder auf die A3 und standen dann doch in dem
gefürchteten Stau. Doch irgendwie erreichten wir die Ausfahrt Much und stärkten
uns noch schnell bei einem weltbekannten amerikanischen Gourmet-Tempel um die
letzten Kilometer durch den bergischen Wald gut zu überstehen. Und tatsächlich
wären hier ein paar Trolle und Elfen nicht weiter aufgefallen. Nach einer nicht
enden wollenden Serpentinenfahrt tauchte plötzlich wie aus dem Nichts das
Ortseingangsschild von Much auf. Und so erreichten wir nur kurz nach der
vereinbarten Zeit die Soundbox des Rockforums Muchstock.
Die anderen beiden Bands waren offensichtlich noch früher losgefahren, so dass
sie schon vor Ort waren. Wir erfuhren, dass wir als letzte Band des Abends
spielen würden, so dass wir nun noch knapp 4 Stunden zu überbrücken hatten. Und
so freundeten wir uns im Backstagebereich mit den Starlettes an und ärgerten uns
über unseren Fast-Food-Stop. Denn so entging uns der Genuss von Hühnerfrikassé
wahlweise mit und ohne Huhn.
Gegen 21 Uhr begann die Band Fell Asleep den Abend mit einer druckvollen
Emo-Show. Allerdings machte es uns die Lautstärke des Konzertes unmöglich, bis
zum Schluss im Club zu bleiben. So genossen wir die frische Landluft und
konzentrierten uns auf unseren anstehenden Auftritt. Dabei konnten wir uns davon
überzeugen, dass die Veranstalter wirklich ein professionelles Festival auf die
Beine gestellt hatten. Selbst ein bis unter die Zähne bewaffneter Security-Mann
und eine Art Organisations-General durften nicht fehlen.
Nach ihrem Auftritt mussten die Jungs von Fell Asleep aufgrund von schulischen
Verpflichtungen sofort die Heimreise antreten, so dass ihnen das wirklich
sehenswerte Konzert der Starlettes entging. Leider konnten auch wir nicht die
gesamte Show der vier Damen aus Dormagen sehen, da wir noch die letzten
Vorbereitungen für unseren Auftritt zu absolvieren hatten. Und so machten wir
uns gegen kurz vor 23 Uhr daran unser Equipment auf der Bühne aufzubauen. Danach
konnte man jedoch den Eindruck gewinnen, dass nicht die Starlettes sondern wir
die "Mädchen-Band" waren. Denn anstatt einfach mal loszurocken, erbaten wir uns
vom Veranstalter noch eine kurze Pause um auf die Toilette gehen zu können. Ein
nicht namentlich genanntes Bandmitglied suchte dieses Etablissement damit
bereits mindestens zum fünften Mal vor dem Konzert auf....tss, tss, tss....Schlagzeuger........
Aber na ja, wir fingen dann mit kurzer Verzögerung doch noch mit unserem Konzert
an und schienen bei den verbliebenen Zuschauern auch ganz gut anzukommen.
Allerdings müssen wir selbstkritisch zugeben, dass wir schon bessere Auftritt
hingelegt haben. Freibier ist halt eine gefährliche Sache... Am Ende des
Konzertes erlebte unser neuer, noch namenloser Song seine Live-Premiere.
Nach dem Konzert packten wir schnell unsere Sachen zusammen um uns dann im
benachbarten Café anzuhören, wie Jury und Publikum entschieden hatten. Völlig
verdient fuhren die Starlettes den Sieg ein und dürfen jetzt im September zum
Halbfinale noch ein Mal ins Land der Trolle reisen. Wir belegten einen
sensationellen dritten Platz und freuten uns über den Platz auf dem Treppchen...
Nach einem Abschiedsbier machten wir uns auf den Rückweg und kamen in den frühen
Morgenstunden recht müde wieder in Düsseldorf an. Unser Dank gilt den bestens
organisierten Veranstaltern in Much. Ein besonderer Band-Dank geht an den
unermüdlichen Marco, der die unfreiwillige Doppelbelastung als Keyboarder und
Aushilfs-Roadie hervorragend gemeistert hat!
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