Unplugged-Konzert im Kölner Filmhaus mit Wesentlich und Marc Hayven am 28.05.2010

Als Botschafter für Völkerverständigung trieb es uns mal wieder in unsere geliebte Nachbarstadt Köln. Am frühen Nachmittag trafen sich alle Bandmitglieder (bis auf Gitarrendiva Porno) am Proberaum, wo wir erstmals mit einem gemütlichen Kleintransporter in Richtung Süden losfuhren. Trotz des freitäglichen Feiertagverkehrs kamen wir gut durch und erreichten fast planmäßig das Kölner Filmhaus, den Ort des Geschehens.

Unsere Mitstreiter von Wesentlich waren bereits vor Ort und mit dem Aufbau des Equipments beschäftigt. Da das für einen vernünftigen Soundcheck benötigte Schlagzeug noch nicht da war, machten wir uns kurzentschlossen auf den Weg nach kulinarischen Highlights unserer Nachbarstadt. Nach einem relativ orientierungslosen Marsch durch die Innenstadt fanden wir direkt am Medienpark ein türkisches Spezialitätenrestaurant. Und so orderten wir mal wieder Döner, welcher sich auch NAHTlos auf Platz drei der internen Döner-Rangliste unserer Band einfand. Auf der anderen Straßenseite ist übrigens Einslive beheimatet. Wir straften den Radiosender jedoch mit Nicht-Beachtung.....ungefähr so, wie sie es seit Jahren mit unseren CDs tun! Tja, liebe Freunde von Einslive: Wie man in den Wald reinruft...... Das habt Ihr jetzt davon! Wir haben NICHT zu Eurem Studio hochgesehen!!! WIR NICHT!

Wieder am Filmhaus angekommen, stellten wir fest, dass sowohl das Schlagzeug (incl. Schlagzeuger) von Wesentlich, als auch ein vom Veranstalter bezahltes warmes Essen eingetroffen waren. Da waren wir wohl etwas voreilig aufgebrochen.... Kurz danach begannen Wesentlich mit Ihrem Soundcheck, während wir es uns in den gemütlichen Kinosesseln des Saales gemütlich machten und zusahen. Auch Porno war inzwischen eingetroffen, so dass wir fast komplett waren. Nachdem die Grevenbroicher Band alles eingestellt hatte, betraten wir erstmals die Bühne. Der Soundcheck gestaltete sich für uns relativ kompliziert, da wir mit einer Mischung aus der Monitor-Anlage von Wesentlich und der Anlage der Veranstalter arbeiten mussten. So kamen einige Instrumente nur über die Bühnen-Monitore, andere nur über Marcos und Villes In-Ear-Kopfhörer. Nach einem brüderlichen hin und her Getausche der Kopfhörer fand aber schließlich jedes Bandmitglied den gewünschten Bühnensound. Auch Ville kam nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Klavierbank zurecht, auf der er und Wesentlich-Schlagzeuger Michael Platz nehmen mussten, da beide Ihre Schlagzeug-Hocker vergessen hatten. Und so verließen wir die Bühne wieder, um vor dem Filmhaus noch ein wenig frische Luft zu schnappen.

Auf der Straße traf Ville auf ein Mitglied des Ensembles der Lindenstraße. Der Schauspieler zählte an diesem Abend ebenfalls zu den Zuschauern. Der erste Prominente in unserem Publikum..... Ville ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht nehmen und versuchte noch ein paar Exclusiv-Storys über die nächsten Folgen der Lindenstraße herauszubekommen. Das Erinnerungsfoto in seinem Handy wird unser Schlagzeuger auf jeden Fall nie mehr löschen! Im Theatersaal war währenddessen unser Gastmusiker Francis mit seinem Soundcheck beschäftigt. Nachdem er uns ja bei den Aufnahmen zu "Auf dem Weg" schon im Studio unterstützt hatte, konnten wir ihn diesmal dafür gewinnen, unseren Sound auch auf der Bühne zu bereichern. Inzwischen war auch unser Manager-Praktikant Harald eingetroffen, der diesmal noch Besuch aus dem hohen Norden mitgebracht hatte. Luxuslärm-Fan Saskia aus Itzehoe hatte ihrer Lieblingsband für einen Tag den Rücken gekehrt, um Wesentlich und uns in Köln zu unterstützen. Und sie kam nicht mit leeren Händen: Neben einer tollen Collage, die einen Ehrenplatz in unserem Proberaum erhalten wird, bekamen Porno und Ville noch Bühnenverpflegung in Form von zwei Flaschen Astra-Pils aus Hamburg. Vielen Dank noch einmal dafür!!!

Kurz danach begann nach ausführlichen Sicherheitsanweisungen des Moderators das Konzert. Als Opener des Abends durfte Marc Hayven, ein Mitglied des Kölner Kulturschock-Ensembles, auf die Bühne. Zur Musik vom Band brachte er das Publikum mit seiner starken Stimme mit jedem Song weiter auf Betriebstemperatur. Währenddessen durchforsteten Porno und Ville den Kostümfundus im Backstageraum. Die Räumlichkeiten werden normalerweise vom Kulturschock genutzt, so dass uns eine große Auswahl an Kleidern, Schuhen und Hüten zur Auswahl stand. Gegen Ende des Konzertes begaben sich die beiden, ausgestattet mit bunten Federboas, aufblasbarer Plastik-Gitarre und E-Rose (ja, es sollte eigentlich ein Unplugged-Abend sein, aber eine Akkustik-Rose gab es nicht!!!) zu Marc auf die Bühne. Das Publikum war begeistert und auch Marc hatte seine sichtliche Freude an seinen Besuchern auf der Bühne. An dieser Stelle der Aufruf: Wenn jemand Fotos oder Videos von diesem Bühnengastspiel hat, würden wir uns über eine Kontaktaufnahme an frauenkleider@nahtlos.info freuen! Nach einer Zugabe verließ ein sichtlich zufriedener Marc Hayven die Bühne und überließ uns das Feld.

Hinter dem wieder zugezogenen Vorhang überprüften wir noch einmal alle Einstellungen und legten nach unserer Beschwörung und einer kurzen Anmoderation los. Das Publikum im recht gut gefüllten Saal war von Anfang an gut drauf und unterstützte uns lautstark. Nach dem dritten Song gesellte sich dann endlich Francis zu uns und bereicherte das Konzert noch einmal hörbar. Er bekam mehr als einmal verdienten Sonderapplaus. An dieser Stelle können wir jetzt vielleicht auch verraten, dass Francis dieses Konzert ohne eine einzige Probe mit uns spielte. Er kam, hörte und spielte..... Viel zu schnell verging die Zeit, und nach einer guten Stunde waren wir mit unserem Programm am Ende. Jedoch entließ uns das fantastische Publikum nicht ohne Zugabe, die wir natürlich gerne spielten! Sehr zum Leidwesen einzelner Musiker wurde jedoch weder "The final Countdown" noch "Cotton Eye Joe" gespielt. Doch auch "Hässlich wenn Du weinst" war ein würdiger Abschluss unseres Konzertes.

Nach einer gemeinschaftlichen Verbeugung verließen wir die Bühne und machten Platz für Wesentlich, die den Konzertabend gebührend abschließen durften. Die Truppe um Sängerin Saskia begeisterte wie immer mit vielen eigenen Songs und ausgewählten Cover-Nummern. Schlagzeuger Michael stattete in einer Spielpause ebenfalls dem Kostümfundus einen Besuch ab und erschien mitten im Konzert als feine Dame im weißen Kleid mit Hut. Jedoch musste er schnell erkennen, dass das im heißen Bühnenlicht kein wirkliches Vergnügen war. Auch Wesentlich durften nicht ohne Zugabe von der Bühne, die sie natürlich gerne gaben.

Und dann war ein rundum gelungener Konzertabend auch schon wieder Geschichte. Und so packten wir unsere Instrumente wieder zusammen, während unser sympathischer Schlagzeuger sich selbstlos um die Unterhaltung der Fans und die Vernichtung von einigen Flaschen Kölner-Bier-Ersatzflüssigkeit kümmerte. Zum Abschluss des Abends gab es für alle beteiligten Musiker, Techniker und Mitarbeiter noch eine Plastiktasse Sekt und ein paar Abschiedsworte des Veranstalters. Tief in der Nacht verabschiedeten wir uns von Wesentlich und unseren mitgereisten Anhängern. Ville belegte bei Wesentlich-Drummer Michael noch einen Schnellkurs im Stöcke-zwischen-den-Fingern-drehen, was aber aufgrund der vorher konsumierten Bier-Brause nicht so ganz einfach war......Und dann ging es im Porno-Mobil (übrigens KEIN Fiat!!!) zurück in die Heimat, wo wir in den frühen Morgenstunden glücklich in unsere Betten fielen. Wir bedanken uns ganz besonders bei Francis für seine geniale Unterstützung auf der Bühne, die das Konzert bereichert hat. Außerdem danken wir Wesentlich und Marc Hayven für einen tollen Konzert-Abend und freuen uns schon auf die nächsten Konzerte mit Wesentlich. Abschließend geht noch ein großer Dank an das Team vom Kölner Filmhaus und natürlich an unsere fantastischen Fans, die teilweise wieder unglaubliche Anfahrtswege für uns auf sich genommen haben! Es macht immer wieder Spaß mit Euch!!!


 

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